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27242198 mIm Laufe eines 75-jährigen Lebens reisen etwa 30 Tonnen Nahrung und 50.000 Liter Flüssigkeit durch unseren Magen-Darm-Trakt. Begleitet von zahlreichen Krankheitserregern und Giftstoffen. Unser Körper muss auf der einen Seite die verwertbaren Nährstoffe aus der Nahrung herauslösen und auf der anderen Seite uns vor schädlichen Stoffen bewahren.

Die ersten Prozesse für diese anspruchsvolle Aufgabe finden bereits im Mund statt. Durch den Kauvorgang wird nicht nur unser Speichelfluss angeregt und unsere Nahrung dadurch befeuchtet, sondern auch vorverdaut und Schluckfähig gemacht. Nicht umsonst heißt eine Ernährungsregel: „Gut gekaut ist halb verdaut“.

Stück für Stück gelangt die aufgespaltene Nahrung nun in den Magen. Dort angekommen wird der Speisebrei zunächst zwischengelagert bevor er weiter in Richtung Dünndarm transportiert wird. Während dieser Zeit werden insbesondere Eiweiße Dank der Magensäure und der dort vorkommenden Verdauungsenzyme weiter in kleinere Bestandteile zerlegt. Des Weiteren werden Keime abgetötet die möglicherweise zusammen mit der Nahrung aufgenommen wurden.

Im Dünndarm angelangt werden nun nahezu alle Nährstoffe aufnahmefähig gemacht. An dieser Tatsache sind zwei wichtige Oberbauchorgane mitbeteiligt: Die Bauchspeicheldrüse und die Leber. 

Die Bauchspeicheldrüse (lat. Pankreas) produziert hierzu wichtige Verdauungssekrete, die für die weitere Zerkleinerung von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten notwendig sind. 

Die Leber hingegen produziert den für die Verdauung so wichtigen Gallensaft. Dieser wird zunächst in der Gallenblase gespeichert und bei Zufuhr von fettreichen Lebensmitteln ausgeschüttet. Die aufgenommenen Fette können somit in feinste Tröpfchen zerlegt und durch die Verdauungssekrete der Bauchspeicheldrüse weiter zerkleinert werden.

Nachdem nun so gut wie alle nutzbaren Nährstoffe aufgenommen wurden gelangt der verbleibende Rest in den Dickdarm und verweilt dort so lange, bis wir uns schließlich auf natürliche Art und Weise entleeren.

Der Dickdarm dient allerdings nicht nur der Zwischenlagerung von unbrauchbaren Nahrungsresten. Laut aktuellen Untersuchungen befindet sich der größte Teil aller Immunzellen (ca. 80%) in der Dickdarmschleimhaut. Es wird daher eins deutlich: Unser Darm ist das größte Immunorgan in unserem Körper.

Unterstützt wird unser Immunsystem durch Milliarden von dort ansässigen Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, etc.), die mit uns in enger Symbiose leben und darüber hinaus wertvolle Dienste für unsere Gesundheit leisten. Man spricht an dieser Stelle auch von der sog. „Darmflora“.

So besitzen diese Mikroorganismen im Gegenzug zu uns Menschen die Fähigkeit Ballaststoffe, die bis dahin unverdaut in den Dickdarm gelangt sind, zu spalten und daraus für unsere Gesundheit wichtige Substanzen, sog. „kurzkettige Fettsäuren“, zu erzeugen. Des Weiteren bilden Sie das für die Blutgerinnung so wichtige Vitamin K - um nur einige ihrer Funktionen zu nennen.

Dieses sehr komplexe Ökosystem ist normalerweise relativ stabil. Allerdings gibt es verschiedene Faktoren, die die Zusammensetzung dieser "Lebensgemeinschaft" beeinflussen können.

Einer der Hauptfaktoren heutzutage ist die ungesunde oder mangelhafte Ernährung. Insbesondere der übermäßige Konsum zuckerreicher Nahrungsmittel, ein zu hoher Verzehr an tierischem Eiweiß und eine zu geringe Aufnahme an Ballaststoffen sind meist die gröbsten Ernährungsfehler. Diese Faktoren scheinen sich langfristig ebenso negativ auf unser Zusammenleben mit den Darmbakterien auszuwirken zu können, wie länger anhaltende Stressphasen oder verstärkte Einnahme diverser Medikamente (u. a. Antibiotika).

In Deutschland leiden ca. 3 Millionen Menschen regelmäßig an unklaren Beschwerden im Verdauungstrakt mit Symptomen, wie Durchfällen, Verstopfungen, Bauchschmerzen, Blähungen etc. Nach Ausschluss von entzündlichen Erkrankungen, wie z. B. Gastritis, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa oder bösartigen Karzinomen heißt die Diagnose oftmals "Reizdarm".

Doch dabei können eine Reihe von weiteren Erkrankungen als Auslöser für ihre „Reizdarm-Beschwerden“ in Frage kommen. Hierzu gehören u.a. Veränderungen des Magens, der Leber und Bauchspeicheldrüse, Laktoseintoleranz, Fruktoseunverträglichkeit, Dysbiose der Darmflora Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Histamin-Intoleranz.

An dieser Stelle biete ich Ihnen gezielt meine Hilfe an und ermittle mit Ihnen gemeinsam, wodurch Ihre Verdauungsbeschwerden hervorgerufen bzw. begünstigt werden.

Neuere Untersuchungen zeigen zudem, dass eine Reihe weiterer Symptome, wie z. B. Ekzeme, Infektanfälligkeiten, Kopfschmerzen, Allergische- oder Rheumatische Beschwerden oder auch Veränderungen im Neurotransmitter- oder Hormonhaushalt, ebenfalls mit dem Magen-Darm-Trakt in Verbindung gebracht werden können.

Diese Vorstellungen zum Krankheitsgeschehen sind jedoch Kernthema der Naturheilkunde und werden von der Schulmedizin nur zum Teil vertreten.

 

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